Nach dem erneuten Sprengstoffanschlag auf das alternative Hausprojekt Zelle79 am 30. Dezember 2025 haben sich die „Omas gegen Rechts“ zur Silvesternacht vor dem Projekt zusammen getan und damit ein starkes Zeichen gegen rechts gesetzt. Allgemein im Jahr 2025 war die Zelle79 mehrfach Ziel rechter Gewalt. Im Mai, Anfang Dezember und jetzt kurz vor Jahresende wurden Briefkasten und Tür beschädigt. Der letzte Anschlag riss die Tür fast aus den Angeln und verteilte Splitter und Trümmer im Umkreis von mehreren Metern. Die Bewohner*innen waren nachts glücklicherweise nicht direkt im Gefahrenbereich.
Nach dem Angriff übernahm der Staatsschutz die Ermittlungen und die Polizei war nachts verstärkt vor Ort. Die Hausgemeinschaft reparierte Tür und Briefkasten, während bundesweite und internationale Solidarität in Form von Spenden und Postkarten eintrafen.
Für die Silvesternacht hatten „Omas gegen Rechts“ dazu aufgerufen, die Zelle79 zu besuchen – und rund 20 Menschen jeden Alters folgten dem Aufruf. Bei Glühwein, Tee, Teelichtern und Gesprächen wurde die Nacht ruhig und friedlich verbracht, es wurde gesungen und über alte Zeiten erzählt. „Die Solidarität der Zivilgesellschaft gibt uns Kraft weiterzumachen“, sagte eine Person des Hauses. Die Netzwerke gegen rechte Gewalt setzen weiter auf Vernetzung und Unterstützung für bedrohte soziale und kulturelle Orte.



