OB Schick empfängt Sorben-Beauftragte – Radroute und Kultur im FokusFoto © Stadt Cottbus

Zapust trifft Zukunft: Im Cottbuser Rathaus kamen am Donnerstag die Sorben/Wenden-Beauftragten aus Brandenburg und Sachsen zusammen – und erlebten einen besonderen Empfang durch Oberbürgermeister Tobias Schick. Anlass war der traditionelle Festumzug des Niedersorbischen Gymnasiums, der wie jedes Jahr für ein farbenfrohes und stolzes Bekenntnis zur sorbisch/wendischen Kultur steht.

Schick nutzte die Gelegenheit, um den kommunalen Vertreterinnen und Vertretern aus beiden Bundesländern für ihre grenzüberschreitende Arbeit zu danken. „Ihr Engagement stärkt nicht nur die Identität der Sorben und Wenden, sondern auch das kulturelle Selbstbewusstsein der gesamten Lausitz“, betonte der OB.

Parallel zum Empfang tagte im Rathaus die Bundeskonferenz der kreislichen Sorben/Wenden-Beauftragten. Im Zentrum des Austauschs: konkrete Vorhaben, wie die geplante Radfernroute „Sorbische Impressionen/Serbske impresije“, die durch Sachsen und Brandenburg führen soll. Auch die bessere Einbindung der Kommunen sowie der Ausbau gemeinsamer Fachtagungen standen auf der Agenda.

Anna Kossatz-Kosel, Cottbuser Sorben/Wenden-Beauftragte und Sprecherin der Bundeskonferenz, lobte den praxisorientierten Austausch: „Gerade im Vergleich der Strukturen und durch Best-Practice-Beispiele können wir voneinander lernen und die Anliegen der Sorben und Wenden wirksamer unterstützen.“

Ein emotionaler Höhepunkt war am Nachmittag der Ehrentanz des Zapust-Festumzugs – ein lebendiger Beweis dafür, wie tief Kultur und Sprache in der Lausitz verwurzelt sind.

Barrierefreiheit