Hanf trotzt der Trockenheit: Hoffnung für Brandenburgs BödenFoto © Ralf Schuster

Karg, trocken, sandig – was für viele Pflanzen das Ende bedeutet, ist für Faserhanf kein Problem. Forschende der BTU Cottbus-Senftenberg und der TU Braunschweig zeigen: Die Hanfsorte Santhica 27 wächst auch unter harten Bedingungen. In einer neuen Studie, erschienen im International Journal of Environmental Research, belegen sie, dass industrieller Hanf selbst bei extremer Trockenheit stabile Erträge liefert.

Mit einem ausgeprägten Wurzelsystem trotzte der Hanf in der Wachstumsperiode einem Wasserdefizit von 169 Millimetern – das ist mehr als beeindruckend. Besonders spannend: Weniger Pflanzen pro Quadratmeter bringen mehr. Eine geringere Pflanzdichte sorgt für kräftigere Pflanzen, dickere Stängel und mehr nutzbare Biomasse. Gleichzeitig steigert das den Ertrag und hilft, dem Klimawandel aktiv zu begegnen.

Neben CO₂-Bindung und Bodenverbesserung bietet der Anbau neue Chancen für Brandenburgs Landwirtschaft. Denn Hanf ist nicht nur vielseitig, sondern auch ein echter Klimaheld. Die Erkenntnisse aus Cottbus und Braunschweig eröffnen somit nachhaltige Perspektiven für Regionen, die bisher als schwer bewirtschaftbar galten.

Barrierefreiheit