Theater mal anders: Im Großen Haus des Staatstheater Cottbus gibt es am 20. Februar 2026 um 19.30 Uhr keine klassische Zuschauertribüne. Stattdessen sitzt das Publikum direkt auf der Bühne – nur wenige Meter entfernt von den Schauspielern. Näher dran geht kaum. Genau das macht die szenische Lesung „Zwischen Welten“ zu einem besonderen Erlebnis.
Der Stoff basiert auf dem Bestseller von Juli Zeh und Simon Urban. Regisseur und Intendant Hasko Weber bringt die Geschichte gemeinsam mit dem Lausitz Festival in einer intensiven Bühnenfassung auf die Bretter. Ariadne Pabst und Amadeus Gollner spielen zwei frühere WG-Freunde, die sich nach Jahren zufällig wiedersehen – und plötzlich auf komplett unterschiedlichen Seiten stehen.
Sie: Landwirtin in Brandenburg. Er: Karrierejournalist in Hamburg. Was als freudiges Wiedersehen beginnt, kippt schnell. Es folgt ein emotionaler Schlagabtausch per E-Mail. Genau darum geht es: Wie reden wir miteinander, wenn Meinungen auseinandergehen? Der Roman analysiert die politische Spaltung der Gesellschaft – und zeigt, wie wichtig eine faire Debattenkultur ist, also respektvolle Diskussion statt Dauerstreit.
Gerade für junge Menschen ist das Thema hochaktuell: Social Media, Kommentarspalten, hitzige Diskussionen im Freundeskreis – „Zwischen Welten“ holt diese Konflikte auf die Bühne und macht sie direkt spürbar. Weil das Publikum Teil der Szenerie ist, entsteht eine besondere Atmosphäre: intensiv, nah, fast wie ein Live-Podcast mit Schauspiel.
Weitere Termine sind am 14. März und 12. Juni geplant. Tickets gibt es online und im Besucherservice.



