Der Kultursalon Cottbus geht in die nächste Runde – und verbindet am 20. Mai Musik, Emotion und Wissenschaft auf besondere Weise. Unter dem Titel „Christall Floods“ gastiert das Ensemble Due sopra il Basso auf dem Campus der BTU Cottbus-Senftenberg und bringt barocke Klänge dorthin, wo sonst Wasser erforscht wird: in die Experimentierhalle am Zentralcampus.
Im Mittelpunkt des Abends stehen Tränen als Ausdruck tiefster Gefühle. In der frühen Barockmusik wurden Emotionen nicht nur erzählt, sondern klanglich dargestellt – etwa durch fließende Melodien oder sogenannte „Seufzerfiguren“, also musikalische Motive, die wie ein hörbares Seufzen wirken. Besonders im Fokus: Werke des Komponisten John Dowland, der für seine melancholischen Stücke bekannt ist und dessen Todestag sich zum 400. Mal jährt.
Das Ensemble setzt auf eine reduzierte, aber intensive Besetzung aus zwei Stimmen und Laute. Diese minimalistische Form sorgt für eine direkte, emotionale Klangwelt, die durch dezente szenische Elemente verstärkt wird. Seit 2016 steht die Gruppe für lebendige Interpretationen Alter Musik.
Auch der Veranstaltungsort ist bewusst gewählt: In Kooperation mit dem Fachgebiet Wassertechnik wird das Thema „Wasser“ nicht nur musikalisch, sondern auch wissenschaftlich erlebbar. Dr. Konrad Thürmer gibt vorab Einblicke in die Versuchsanlagen und lädt dazu ein, Wasser neu zu entdecken – als physisches und emotionales Erlebnis.
Eröffnet wird der Abend von BTU-Präsidentin Gesine Grande. Beginn ist um 18:30 Uhr, Tickets gibt es ab 10 Euro.



