Die Organtransplantation gehört zu den beeindruckendsten Errungenschaften der modernen Medizin. Sie kann Leben retten und schwer kranken Menschen eine neue Perspektive schenken. Gleichzeitig wirft sie bis heute ethische, rechtliche und gesellschaftliche Fragen auf. Mit diesen Themen beschäftigt sich die letzte Mittwochsvisite der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem in der laufenden Saison.
Am 10. Juni ab 16.30 Uhr spricht der Vorstandsvorsitzende der MUL – CT, Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, im Hörsaal Haus 33 in Cottbus über die Entwicklung der Transplantationsmedizin und deren Bedeutung für eine moderne Gesellschaft. Unter dem Titel „Die Entwicklung der Transplantationsmedizin als Spiegel der demokratischen Gesellschaft“ erläutert er, wie medizinische Innovationen und gesellschaftliche Werte miteinander verbunden sind.
Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach einem gerechten Zugang zur Gesundheitsversorgung, den gesetzlichen Rahmenbedingungen für Organtransplantationen und den ethischen Herausforderungen, die mit medizinischem Fortschritt einhergehen. Gerade vor dem Hintergrund aktueller Änderungen in der Gesetzgebung gewinnt die Diskussion zusätzliche Bedeutung.
Die kostenfreie Veranstaltungsreihe richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit dem Referenten ins Gespräch zu kommen. Prof. Nagel gilt als einer der renommiertesten Experten im Gesundheitswesen und verbindet medizinisches Fachwissen mit philosophischen und gesellschaftlichen Perspektiven.
Mit der Mittwochsvisite möchte die MUL – CT medizinische Themen verständlich vermitteln und den Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit fördern. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



