Wie viel Nähe passt in ein Kuscheltier? Der Cottbuser Künstler Martin Schüler, selbst im Heim aufgewachsen, stellt mit dieser Frage die Weichen für ein berührendes Kunstprojekt: 5.000 Kuscheltiere sollen bis zum 11. März zusammenkommen – als Symbol für Geborgenheit, Schutz und Kindheit. Dann eröffnet in der Landesvertretung Brandenburgs in Berlin die Mitmachausstellung „Tagesordnung: Kindheit“, die auf die erschreckend hohe Zahl von Kindeswohlgefährdungen aufmerksam machen will – allein 2024 waren es über 72.000 Fälle.
Was nach Kinderzimmer klingt, wird zum politischen Statement. Kuscheltiere, Briefe, Bilder – alles gespendet – füllen den Raum und machen leise Kinderstimmen sichtbar und unübersehbar. Es ist eine Wette auf die Gesellschaft, sagt Schüler: „Können wir zeigen, dass Kinder uns wirklich wichtig sind?“
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Katrin Krumrey, Brandenburgs Kinderbeauftragter. Sie soll berühren, aber auch bewegen – und vor allem eines: eine klare Botschaft senden, dass Kinderschutz keine Randnotiz ist.
Wer mitmachen möchte, kann ab sofort:
Kuscheltiere spenden
Briefe oder Bilder gestalten
Gedanken, Hoffnungen oder Sorgen mitteilen
Auf den Beiträgen soll nur Vorname, Alter und Ort stehen – persönlich, anonym, stark.
Adresse für Einsendungen:
Kinderschutz Lausitz e.V.
Parzellenstraße 95
03046 Cottbus
Martin Schüler wurde 2023 als Lausitzer des Jahres ausgezeichnet und ist unter anderem Initiator des Gondula Kinderschutzpreises, mit dem bereits über 57.000 Euro gesammelt wurden. Seine Kunst – oft großformatige Kuscheltier-Bilder – zeigt, wie aus Biografie Botschaft wird.



