Max Kanter ist bei seiner ersten Tour de France nur wenige Zentimeter an einem der größten Erfolge seiner Karriere vorbeigefahren. Auf der Schlussetappe in Paris sprintete der gebürtige Cottbuser auf Rang vier. Der verpasste Sieg schmerzte zunächst – doch mit etwas Abstand überwiegt der Stolz auf drei außergewöhnliche Wochen.
Schon auf der fünften Etappe hatte Kanter gezeigt, dass er mit den besten Sprintern der Welt mithalten kann. Hinter Olav Kooij fuhr er auf Platz zwei. Weitere starke Ergebnisse brachten ihm schließlich Rang vier in der Sprintwertung und viel Selbstvertrauen für seine Zukunft.
Der Weg nach Paris verlangte ihm alles ab. Besonders die vorletzte Etappe mit rund 5.500 Höhenmetern wurde zur Herausforderung. Für Kanter zählte dort vor allem, das Zeitlimit einzuhalten und seinen großen Traum nicht kurz vor dem Ziel zu verlieren.
Nun weiß der 28-Jährige: Ein Etappensieg bei der Tour ist für ihn möglich. Aus dem Jungen aus Cottbus, der einst davon träumte, Radprofi zu werden, ist ein Fahrer geworden, der auf der berühmtesten Radsportbühne um Siege kämpft. Diese Erinnerungen, sagt Kanter, könne er später einmal seinen Enkeln erzählen. Zuhause zieht es ihn weiterhin gern auf die ruhigen Straßen im Spreewald und im Lausitzer Seenland.



