Ein Stück Branitzer Geschichte ist wieder vollständig sichtbar: Zwei historische Schinkel-Kandelaber auf der westlichen Schlossterrasse haben ihre markanten Laternenaufsätze und reich verzierten Sockel zurückerhalten. Damit zeigt sich dieser besondere Ort wieder so, wie Fürst Pückler ihn um 1850 gestalten ließ.
Die klassizistischen Leuchten entstanden um 1830 in der Berliner Tonwarenfabrik von Tobias Feilner nach Entwürfen des berühmten Architekten Karl Friedrich Schinkel. Die bildhauerische Gestaltung geht auf Ludwig Wichmann zurück. Als das Fürstenpaar von Muskau nach Branitz zog, kamen auch die Kandelaber mit. 1850 wurden sie an der Freitreppe aufgestellt – als beleuchteter Blickfang im Pleasureground, dem besonders prachtvoll gestalteten Gartenbereich direkt am Schloss.
Die Terrakotta-Körper überstanden die Zeit, doch die schmiedeeisernen Laternen verschwanden im 20. Jahrhundert. Historische Fotos und genaue Archivmaße ermöglichten nun eine originalgetreue Rekonstruktion.
Vier Meter hoch und mehr als 300 Kilogramm schwer, stehen die Kandelaber wieder an ihrem historischen Platz. Auch erhaltene Originalfragmente wurden restauriert. Was lange fehlte, ist zurück – und bringt Branitz ein Stück näher an Pücklers Zeit.



