Nach dem Angriff auf das Wohnhaus „WK51“ sind am Donnerstagabend mehrere Hundert Menschen in Cottbus auf die Straße gegangen. Die Demonstration startete wie geplant am Spreewaldbahnhof und zog anschließend durch die Innenstadt. Ziel war es, ein sichtbares Zeichen für Solidarität und gegen Gewalt zu setzen.
Hintergrund ist ein Vorfall in der Nacht zu Montag, bei dem eine Rauchbombe im Umfeld des Hauses gezündet wurde. Bewohner berichteten von starker Rauchentwicklung und großer Verunsicherung. Initiativen vor Ort werten die Tat als politisch motiviert. Das Wohnhaus gilt als Ort für kulturell und gesellschaftlich engagierte Menschen und war bereits zuvor Ziel von Angriffen.
Am Donnerstag folgten laut Polizei etwa 400 bis 450 Teilnehmer dem Aufruf zur Demonstration. Viele brachten Plakate mit und machten deutlich, dass sie sich gegen Einschüchterung und Hass stellen. Die Stimmung blieb über weite Strecken ruhig und solidarisch.
Nur ein Zwischenfall wurde bekannt: In Höhe des Glad-House zeigte ein Mann den Hitlergruß und verhielt sich störend gegenüber der Versammlung. Die Polizei griff ein und nahm die Person in Gewahrsam. Weitere Störungen gab es nicht.
Insgesamt bewerteten die Einsatzkräfte die Demonstration als friedlich. Für viele Teilnehmer war es ein wichtiges Signal: Cottbus hält zusammen und zeigt Haltung gegen Gewalt.


