Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) baut ihren Standort weiter aus und setzt ein klares Zeichen für moderne Medizin in der Region. Bei einer feierlichen Veranstaltung am 29. April wurden gleich drei neue Professoren berufen. Ziel: Forschung schneller in die Behandlung von Patientinnen und Patienten zu bringen.
Mit Christopher Horst Lillig (Biochemie), Martin Schmidt-Hieber (Innere Medizin/Hämatologie und Onkologie) und Dogus Darici (Mikroskopische Anatomie) verstärkt die Universität gezielt die Verbindung zwischen Labor, Lehre und Klinik. Genau dieser sogenannte „Transfer“ – also die Übertragung von Forschungsergebnissen in die medizinische Praxis – steht im Mittelpunkt.
Vorstandschef Eckhard Nagel betonte, dass jede neue Professur nicht nur Wissen bringt, sondern auch den Aufbau einer modernen Universitätsmedizin vorantreibt. Auch Wissenschaftsvorständin Adelheid Kuhlmey sieht darin einen wichtigen Schritt: Noch keine zwei Jahre nach Gründung zählt die MUL – CT bereits 16 Professuren.
Die Forschungsschwerpunkte sind breit: Von der Zellkommunikation über innovative Krebstherapien wie die CAR-T-Zelltherapie bis hin zu modernen Lehrmethoden in der Anatomie. Eine W3-Professur gilt dabei als höchste Stufe für erfahrene Wissenschaftler, während W2 eine mittlere Professur darstellt.
Parallel wächst auch die Lehre: Der neue Modellstudiengang Humanmedizin startet im Wintersemester 2026/27 mit 36 Studierenden. Der Fokus liegt auf praxisnahem Lernen und früher Einbindung in Forschung – ein weiterer Schritt, um Cottbus als Medizinstandort zu stärken.



