Tagelang dunkel: Sorgte diese Ampel in Cottbus für die Unfälle?Foto © Cottbus Daily (VL)

Nach mehreren Unfällen im Bereich der Kreuzung der Franz-Mehring-Straße in Cottbus ist die dortige Ampelanlage seit gestern wieder regulär in Betrieb. Besonders der Zusammenstoß am Montagmorgen zwischen einem Volkswagen und einem BMW sorgte für Verkehrsbehinderungen. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt und mussten abgeschleppt werden.

Bereits am Sonntag hätte es in der selben Straße einen weiteren Unfall mit einem Ford und zwei Motorrädern gegeben. Nach Beobachtungen vor Ort konnte der Unfallhergang teilweise nachvollzogen werden. Dabei zeigte sich vor allem ein Problem: Fällt eine Ampel aus, gilt automatisch die vorhandene Vorfahrtsregelung nach der Straßenverkehrsordnung. Offenbar hielten sich jedoch nicht alle Verkehrsteilnehmer korrekt daran oder bemerkten die geänderte Verkehrssituation zu spät.

Die Stadt bestätigte auf Anfrage, dass die Lichtsignalanlage wegen einer unterbrochenen Stromversorgung ausgefallen war. Ursache dafür sei ein beschädigtes Stromkabel gewesen. Laut Stadt wurde der Ausfall am 30. April bekannt. Wer das Kabel beschädigte, ist unklar, seitens der Stadt waren es Dritte. Mit „Dritten“ können sowohl Privatpersonen als auch externe Firmen gemeint sein, etwa bei Arbeiten im Straßen- oder Tiefbau.

Nach Gesprächen mit Anwohnern im Bereich Sandow bestätigte sich, dass die Ampel bereits seit Donnerstag, dem 30. April, außer Betrieb gewesen sein soll. Viele Autofahrer mussten sich deshalb mehrere Tage lang auf die ausgeschilderte Vorfahrt verlassen. Genau das führte offenbar immer wieder zu gefährlichen Situationen im Kreuzungsbereich.

Die Reparaturarbeiten dauerten mehrere Tage an. Seit gestern Mittag läuft die Ampelanlage nun wieder normal.

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