Unbekannter Kanister löst Einsatz am Cottbuser Hauptbahnhof ausFoto © Cottbus Daily (RS)

Ein verdächtiger Fund hat am späten Abend des 2. Juni einen größeren Einsatz im Bereich des Cottbuser Hauptbahnhofs ausgelöst. Nach Angaben der Pressestelle der Bundespolizeidirektion Berlin-Brandenburg wurde in der Nähe der Gleisanlagen unter der Bahnhofsbrücke ein bislang unbekannter Kanister neben einem Fahrzeug der Bundespolizei entdeckt.

Aufgrund der zunächst unklaren Lage stuften die Einsatzkräfte den Fund als sicherheitsrelevant ein. Gegen 22 Uhr wurden Sprengstoff- und Entschärfungsspezialisten der Bundespolizei aus Schönefeld angefordert. Die Spezialkräfte trafen gegen Mitternacht am Einsatzort ein und untersuchten den Behälter.

Neben der Bundespolizei waren in der Nacht auch Kräfte der Landespolizei sowie die Feuerwehr im Einsatz. Nach den Untersuchungen stellte sich heraus, dass sich in dem Kanister rund 500 Milliliter einer nicht brennbaren Flüssigkeit befanden. Eine unmittelbare Gefahr ging von dem Inhalt nach bisherigen Erkenntnissen nicht aus.

Die Feuerwehr übernahm anschließend die fachgerechte Entsorgung des Kanisters sowie der enthaltenen Flüssigkeit. Damit konnte der Einsatz nach Abschluss der Maßnahmen beendet werden.

Warum sich der Kanister an dem Ort befand und wer ihn dort abgelegt hat, ist derzeit noch unklar. Auch zur möglichen Motivlage liegen bislang keine Informationen vor. Die Bundespolizei prüft den Sachverhalt weiterhin. Ob Ermittlungen gegen unbekannt eingeleitet wurden, wurde zunächst nicht bekannt.

Der Vorfall zeigt, dass selbst unscheinbare Gegenstände in sensiblen Bereichen wie Bahnanlagen umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen nach sich ziehen können. Die Behörden gehen bei verdächtigen Funden grundsätzlich kein Risiko ein und ziehen bei Bedarf Spezialkräfte hinzu.

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