Bei den Vorbereitungen für ein Stadtteilfest in Cottbus-Sandow ist am Freitagabend eine Personengruppe durch mutmaßlich rechtsextreme Äußerungen aufgefallen. Zeugen nahmen die Gruppe während der Aufbauarbeiten wahr und verständigten daraufhin die Polizei.
Nach bisherigen Angaben sollen aus der Gruppe unter anderem die Parolen „Sieg Heil“ und „Deutschland den Deutschen“ gerufen worden sein. Der erste Ausruf gilt als Kennzeichen des Nationalsozialismus. Das öffentliche Verwenden solcher verbotenen Parolen kann in Deutschland strafbar sein.
Die alarmierten Einsatzkräfte leiteten unmittelbar Fahndungsmaßnahmen ein. Dabei gelang es der Polizei, die beschriebene Personengruppe im Umfeld festzustellen und die Personalien der Beteiligten aufzunehmen.
Gegen die einzelnen Personen wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet. Welche konkreten Vorwürfe jeweils geprüft werden, ist bislang nicht näher bekannt. Zusätzlich sprach die Polizei Platzverweise aus. Damit mussten die Betroffenen den Bereich verlassen und durften sich dort zunächst nicht weiter aufhalten.
Die weiteren Ermittlungen sollen nun klären, wer welche Äußerungen getätigt hat und ob sich der Verdacht gegen die Beschuldigten bestätigt.



