Generalmusikdirektor Alexander Merzyn wird das Staatstheater Cottbus zum Ende der Spielzeit 2027/28 verlassen. Das haben die Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) und der Dirigent gemeinsam bekannt gegeben. Seine Amtszeit endet am 31. Juli 2028.
Alexander Merzyn kam 2017 als 1. Kapellmeister nach Cottbus. Bereits ein Jahr später übernahm er kommissarisch die Leitung der Musiksparte. 2019 wurde er offiziell zum Generalmusikdirektor berufen. In den vergangenen Jahren hat er das Konzertangebot deutlich erweitert und neue Formate eingeführt. Dazu gehören die regelmäßig ausverkauften Feierabendkonzerte, Familienkonzerte mit Moderator Juri Tetzlaff sowie die Sandkastenkonzerte für Kinder in Kitas und Kindergärten. Auch Konzertabende wie „Video Games in Concert“ oder Soul-Konzerte brachten neues Publikum ins Staatstheater.
Gleichzeitig blieb das Philharmonische Orchester seinen musikalischen Traditionen treu. Unter Merzyn wurden unter anderem alle Sinfonien von Anton Bruckner und Gustav Mahler in Konzertzyklen aufgeführt. Auch im Musiktheater setzte das Staatstheater auf eine Mischung aus bekannten Klassikern und neuen Produktionen.
Nach den Einschränkungen der Corona-Pandemie stiegen die Besucherzahlen im Konzertbereich wieder deutlich an. Heute besuchen rund ein Drittel mehr Menschen die Konzerte als noch 2018.
Bis zu seinem Abschied im Sommer 2028 wird Alexander Merzyn weiterhin große Produktionen dirigieren. In der kommenden Spielzeit übernimmt er unter anderem die musikalische Leitung von „Romeo und Julia“, der Uraufführung „Fatıma, die Starke“, Richard Wagners „Lohengrin“ sowie vier Philharmonischen Konzerten.



