Die Entschärfung einer Fliegerbombe auf dem Gelände des ICE-Instandhaltungswerks am Cottbuser Hauptbahnhof ist am Donnerstag erfolgreich abgeschlossen worden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst konnte den 250 Kilogramm schweren Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gegen Mittag unschädlich machen. Bereits um 13.50 Uhr waren beide Zünder ausgebaut, gegen 14.20 Uhr wurde der 500 Meter große Sperrbereich wieder aufgehoben. Rund 3.000 Menschen mussten zuvor ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen. Die Evakuierung verlief nach Angaben der Stadt planmäßig und war gegen 13.10 Uhr vollständig abgeschlossen. Für Betroffene stand eine Ersatzunterkunft in der Turnhalle der Paul-Werner-Oberschule bereit, hilfsbedürftige Menschen wurden mit Krankentransporten unterstützt. Da die Bombe nicht sicher transportiert werden konnte, musste sie direkt am Fundort entschärft werden. Auch der Bahn- und Nahverkehr war erheblich betroffen. Mehrere Regionalbahnlinien sowie Bus- und Straßenbahnverbindungen wurden zeitweise eingestellt oder umgeleitet. Nach der erfolgreichen Entschärfung läuft der Verkehr nun schrittweise wieder an. Die Deutsche Bahn rechnet jedoch damit, dass es vereinzelt noch bis etwa 18 Uhr zu Ausfällen und Verspätungen kommen kann.



