Heiße Sommertage werden in Städten zunehmend zur Belastung. Wie sich Straßen, Plätze und Gebäude an den Klimawandel anpassen lassen, erforscht Professorin Susan Draeger an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). Im Mittelpunkt steht das Projekt „Hitze in der Stadt“, das gemeinsam mit Partnern in Berlin durchgeführt wurde. Statt sich nur auf Messgeräte zu verlassen, begleiteten Forschende Menschen auf Spaziergängen durch die aufgeheizte Innenstadt. So wurde dokumentiert, an welchen Orten Hitze besonders belastend empfunden wird. Die Ergebnisse zeigen: Für eine wirksame Klimaanpassung reichen einzelne Parks oder Grünflächen nicht aus. Entscheidend sind durchgehend schattige und kühlere Wege zu Haltestellen, Schulen oder Einkaufsmöglichkeiten. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat die Erkenntnisse bereits in Empfehlungen für Städte übernommen. Parallel leitet Susan Draeger an der BTU den Masterstudiengang „Klimagerechtes Bauen und Betreiben“, in dem angehende Architektinnen, Ingenieure und Planer gemeinsam nachhaltige Lösungen entwickeln. Exkursionen, unter anderem nach Rotterdam, vermitteln praxisnah, wie moderne Stadtplanung auf Hitze, Starkregen und andere Folgen des Klimawandels reagieren kann. Forschung und Lehre greifen dabei eng ineinander – mit dem Ziel, Städte widerstandsfähiger und lebenswerter für kommende Generationen zu gestalten.
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