Mehr als 1.000 Menschen feierten friedlichen CSD in CottbusFotos © Cottbus Daily (RS)

Mehr als 1.000 Menschen haben am Samstag beim Christopher Street Day (CSD) in Cottbus für Vielfalt, Toleranz und die Rechte queerer Menschen demonstriert. Die Veranstaltung verlief nach Angaben der Polizei friedlich. Gegendemonstrationen oder weitere Zwischenfälle gab es nicht.

Der CSD stand in diesem Jahr unter dem Motto „In Vielfalt verbunden – United in Pride“. Die Teilnehmenden zogen durch die Cottbuser Innenstadt und setzten gemeinsam ein Zeichen für Offenheit, Respekt und ein diskriminierungsfreies Miteinander.

Im Vorfeld der Veranstaltung hatten die Organisatoren und viele Teilnehmende mit Sorge auf mögliche Störungen geblickt. Hintergrund waren unter anderem ein Brandanschlag auf ein alternatives Wohnprojekt sowie weitere mutmaßlich rechtsextreme Angriffe in den vergangenen Wochen. Deshalb wurde der CSD von einem großen Polizeiaufgebot begleitet.

Nach Angaben der Polizei verlief die Demonstration jedoch aus Sicht der Einsatzkräfte vollständig störungsfrei. Es wurden keine Gegendemonstrationen angemeldet und auch während des Umzugs kam es zu keinen Auseinandersetzungen. Die Polizei sprach von schätzungsweise mehr als 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Auch die Veranstalter zogen am Ende eine positive Bilanz. Zwar wurden vereinzelt Personen aus dem rechten Spektrum am Rande der Veranstaltung beobachtet, zu Störungen kam es jedoch nicht. Die Organisatoren bedankten sich ausdrücklich bei den Polizeikräften, die den Umzug absicherten und dafür sorgten, dass alle Teilnehmenden den CSD ungestört feiern konnten.

Bereits vor der Demonstration hatte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke den Teilnehmerinnen und Teilnehmern seinen Respekt ausgesprochen. Er betonte, dass es gerade nach den jüngsten Angriffen in Cottbus wichtig sei, ein deutliches Zeichen gegen Hass, Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus zu setzen.

Der diesjährige Christopher Street Day zeigte damit, dass ein friedliches und buntes Fest der Vielfalt auch unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen möglich ist.

Barrierefreiheit