Mehr Zuzug, trotzdem weniger Menschen: Die Lausitz vor dem WandelFoto © Cottbus Daily (VL)

Auf den ersten Blick machen die Zahlen Hoffnung: 2025 zogen nach Cottbus, Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz mehr Menschen, als die Region verließen. Cottbus erreichte einen Wanderungsgewinn von 833 Personen, Spree-Neiße von 312 und Oberspreewald-Lausitz von 162. Die Lausitz ist also nicht nur eine Region, aus der Menschen wegziehen.

Trotzdem sank die Einwohnerzahl in Teilen Südbrandenburgs. Der Grund: Es sterben deutlich mehr Menschen, als Kinder geboren werden. Der Zuzug reicht vielerorts nicht aus, um dieses sogenannte Geburtendefizit auszugleichen.

Bis 2040 könnte sich diese Entwicklung verschärfen. Für Oberspreewald-Lausitz wird ein Rückgang von 12,9 Prozent erwartet, für Spree-Neiße von 12,2 Prozent. Cottbus könnte mit einem Minus von 2,5 Prozent deutlich stabiler bleiben. Gleichzeitig wird die Bevölkerung älter und die Zahl der Menschen im arbeitsfähigen Alter kleiner.

Hinter diesen Zahlen stehen Schulen, Arztpraxen, Busverbindungen und Geschäfte, die auch künftig gebraucht werden. Die Aufgabe besteht deshalb nicht nur darin, neue Menschen für die Lausitz zu gewinnen. Junge Menschen, Familien und Fachkräfte müssen auch Gründe finden, langfristig zu bleiben. Arbeitsplätze allein reichen dafür nicht: Entscheidend sind gute Verbindungen, bezahlbares Wohnen und Orte, an denen Menschen sich zu Hause fühlen.

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