Am Samstagnachmittag wurde die Feuerwehr in Cottbus gegen 14 Uhr zum Nordring alarmiert. Vor Ort bestätigte sich die Meldung: Ein rund 300 Quadratmeter großes Stück Natur stand in Flammen. Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie mehrere Freiwillige Feuerwehren reagierten zügig. Innerhalb etwa einer Stunde konnte der Brand unter Kontrolle gebracht und vollständig gelöscht werden.
Verletzt wurde nach ersten Informationen niemand. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung gibt es derzeit nicht. Dennoch bleibt die Lage angespannt: In der Region gilt aktuell Waldbrandstufe 4 – das bedeutet eine hohe Gefahr.
Viele unterschätzen, dass nicht allein hohe Temperaturen entscheidend sind. Maßgeblich ist vor allem die Trockenheit von Böden, Gras und Wäldern. Grundlage dafür ist der Waldbrandgefahrenindex in Deutschland. Er berücksichtigt unter anderem Niederschlagsmengen, Sonneneinstrahlung, Wind und Luftfeuchtigkeit. Selbst bei moderaten Temperaturen um 27 Grad kann es gefährlich werden, wenn es über längere Zeit trocken bleibt.
Oft reicht schon ein kleiner Funke, um ein Feuer auszulösen. Häufig entsteht dieser unbeabsichtigt durch den Menschen – etwa durch weggeworfene Zigaretten oder nicht vollständig gelöschte Grillkohle. Die Feuerwehr mahnt daher zur Vorsicht und bittet, offenes Feuer in Waldnähe strikt zu vermeiden.



