Lausitz will Zentrum für moderne Krebsmedizin werdenFoto © Pixelshot

Die Lausitz setzt auf Hightech-Medizin und Künstliche Intelligenz: Mit dem neuen Verbund „Theranosticum Lausitz“ wollen mehrere Partner aus Wissenschaft, Medizin und Wirtschaft die Region zu einem bedeutenden Standort für moderne Krebsdiagnostik und -therapie entwickeln. Ziel ist es, Behandlungen präziser, individueller und gleichzeitig schonender für Patienten zu machen.

Beteiligt sind die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem, der Lausitz Science Park sowie die AIQ Europe GmbH. Gemeinsam wollen sie ein Innovationszentrum für sogenannte Theranostik aufbauen. Dabei werden Diagnose und Therapie eng miteinander kombiniert. Mithilfe spezieller radiopharmazeutischer Verfahren können Tumore nicht nur exakt erkannt, sondern anschließend gezielt behandelt werden.

Ein besonderer Fokus liegt auf datenbasierten und KI-gestützten Anwendungen. Die AIQ Europe GmbH entwickelt bereits Software, die Körperscans automatisiert auswertet und Ärzte bei der Krebsdiagnostik unterstützen soll. Aktuell wird die Technologie gemeinsam mit klinischen Partnern getestet.

Langfristig soll das Theranosticum Lausitz international sichtbar werden und neue Arbeitsplätze, Forschungseinrichtungen sowie Ausbildungsangebote in die Region bringen. Bereits jetzt prüft ein französisches Konsortium den Bau eines Laborgebäudes im Lausitz Science Park. Die Initiative gilt damit auch als wichtiger Baustein für den Strukturwandel in der Lausitz.

Die Verantwortlichen sehen in dem Projekt eine große Chance, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in konkrete Anwendungen für Patienten zu bringen – und gleichzeitig die Gesundheitswirtschaft in Brandenburg nachhaltig zu stärken.

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