Testspiel zwischen Energie Cottbus und Halle nach Rassismus-Vorfall abgebrochenFoto © FC Energie Cottbus

Das Energie Cottbus Testspiel gegen den Halleschen FC ist am Samstag in Finsterwalde vorzeitig beendet worden. Nach rassistischen Beleidigungen gegen FCE-Verteidiger King Manu brachen die Verantwortlichen die Partie in der 105. Minute beim Stand von 2:0 ab. Rund 3.000 Zuschauer waren bis dahin auf dem Sportplatz dabei.

Rassistische Beleidigungen gegen King Manu

Auslöser der entscheidenden Szenen war ein hartes Foul des ehemaligen Cottbusers Robert Berger an Justin Butler. Butler blieb verletzt auf dem Boden liegen. Danach kam es direkt vor dem Hallenser Fanblock zu einer Rudelbildung.

Nach Angaben des FC Energie Cottbus wurde King Manu dabei mit Affenlauten beleidigt und aufgefordert, „Bananen fressen zu gehen“. FCE-Präsident Sebastian Lemke erklärte nach dem Spiel, mehrere Spieler hätten die rassistischen Äußerungen bestätigt.

Die Polizei war schnell vor Ort und sicherte den Bereich. Ein Zuschauer aus dem Hallenser Fanblock wurde vom Sportgelände verwiesen. Ob diese Person für die Beleidigungen verantwortlich war, war zunächst noch unklar.

Energie Cottbus Testspiel wurde vorzeitig beendet

Nach einer Beratung zwischen Schiedsrichter und den Verantwortlichen beider Vereine wurde das Energie Cottbus Testspiel abgebrochen. Gespielt worden waren zu diesem Zeitpunkt 105 der insgesamt 120 geplanten Minuten.

Anschließend veröffentlichten der FC Energie Cottbus und der Hallesche FC eine gemeinsame Erklärung. Darin betonten beide Vereine, dass für Rassismus und Diskriminierung weder auf dem Spielfeld noch auf den Zuschauerrängen Platz sei.

Energie führte mit 2:0

Sportlich hatte der FC Energie bis zum Abbruch überzeugt. Gespielt wurde über zweimal 60 Minuten. Die Gäste aus Halle trafen in der ersten Hälfte unter anderem den Pfosten und die Latte. Energie-Torhüter Marcel Lotka verhinderte mit mehreren starken Paraden einen Rückstand.

In der 55. Minute brachte Moritz Hannemann den FC Energie per Flugkopfball in Führung. Nur sieben Minuten später erhöhte Yusuf Wardak nach einer Vorlage von Justin Butler auf 2:0.

Sport geriet in den Hintergrund

Die Tore von Moritz Hannemann und Yusuf Wardak sowie die Erkenntnisse aus dem Energie Cottbus Testspiel spielten nach dem Abbruch nur noch eine Nebenrolle. Im Mittelpunkt standen die rassistischen Beleidigungen gegen King Manu und die klare Reaktion beider Vereine, die Begegnung vorzeitig zu beenden.

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