„Kleider machen Leute“ kehrt ins Große Haus zurückFoto © Bernd Schönberger

Großer Opernabend mit besonderer Geschichte: Am 1. März 2026 um 19 Uhr steht am Staatstheater Cottbus wieder „Kleider machen Leute“ auf dem Spielplan. Die Oper von Alexander Zemlinsky basiert auf der bekannten Novelle von Gottfried Keller – und wurde in Cottbus in einer lange verschollenen dreiaktigen Fassung aus dem Jahr 1913 erstmals gezeigt.

Unter der musikalischen Leitung von GMD Alexander Merzyn und in der Inszenierung von Stephan Märki erzählt die Oper die Geschichte des armen Schneiders Wenzel Strapinski, der für einen Grafen gehalten wird. Was wie ein Märchen beginnt, kippt schnell in Ausgrenzung und Enttäuschung. Die Produktion verbindet Humor, Poesie und große Gefühle mit einem kritischen Blick auf gesellschaftliche Mechanismen – also darauf, wie schnell Menschen andere in Schubladen stecken.

Zemlinsky selbst erlebte Ausgrenzung: Als Jude musste er 1938 aus Wien in die USA emigrieren. Seine Musik gilt als farbenreich und emotional vielschichtig – genau das macht diese Oper zu einem besonderen Erlebnis.

Die Erfolgsproduktion wurde bei ihrer Premiere gefeiert und markierte zugleich Märkis Abschied als Intendant. Weitere Vorstellungen folgen bis Juni. Karten gibt es im Besucherservice, an der Abendkasse und online.

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