Das Staatstheater Cottbus startet mit einem vielseitigen Programm in den Frühling und setzt dabei auf große Emotionen, starke Kontraste und aktuelle Themen. Im Mittelpunkt steht die Oper Nabucco von Giuseppe Verdi, die am 25. April Premiere feiert. Regisseur Armin Petras verlegt die Handlung in die sibirische Stadt Norilsk und greift damit die Sehnsucht nach Heimat und Identität in einer modernen Deutung auf.
Auch musikalisch wird einiges geboten: Beim 7. Philharmonischen Konzert treffen Werke von Emilie Mayer, Dora Pejačević und Ludwig van Beethoven aufeinander. Das Programm spannt einen Bogen von innerer Unruhe bis zu mitreißender Energie. Ergänzt wird das Angebot durch das 8. Kammerkonzert mit armenischer Musik, die sich zwischen Erinnerung und Widerstand bewegt.
Neben Klassik setzt das Theater auch auf moderne Formate: Beim Poetry-Slam „Zeilen voller Leben“ stehen persönliche Geschichten und Emotionen im Fokus – inklusive Open Mic für das Publikum. International wird es mit der Tanzproduktion Romeo/Juliet Paradise, die Shakespeares Romeo und Julia neu interpretiert.
Zum Saisonabschluss verabschieden sich zudem beliebte Produktionen wie Der Hauptmann von Köpenick und der Ballettabend „HīERAN“. Letzterer beschäftigt sich mit der Frage, warum Zuhören oft schwerfällt.
Das Programm zeigt: Das Staatstheater Cottbus verbindet klassische Stoffe mit aktuellen Perspektiven – und macht Theater damit lebendig und nahbar.



