Krebsforschung LausitzFoto © Martin Ender MUL-CT

Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem und das Klinisch-epidemiologische Krebsregister Brandenburg-Berlin arbeiten ab sofort enger zusammen. Ihr Ziel: Die Behandlung von Krebspatientinnen und -patienten in der Lausitz soll besser werden.

Was heißt das konkret?
Das Krebsregister sammelt wichtige Daten über Krebserkrankungen. Zum Beispiel: Welche Therapie wurde gemacht? Wie gut hat sie geholfen? Diese Daten sind sehr wertvoll für die Forschung. Die Universität bringt ihr medizinisches Wissen und moderne Technik ein.

Künftig sollen die Daten einfacher und sicherer genutzt werden. Dafür wird eine gemeinsame digitale Struktur aufgebaut. Das bedeutet: Forschende können Anträge zentral stellen und bekommen Hilfe aus einer Hand. Sie müssen nicht mehr viele verschiedene Stellen kontaktieren.

Wichtig ist auch der Datenschutz. Die sensiblen Gesundheitsdaten werden in geschützten digitalen Räumen ausgewertet. Diese heißen „Trusted Research Environments“. Dort können Wissenschaftler arbeiten, ohne dass persönliche Daten nach außen gelangen.

Die Zusammenarbeit ist ein erster Schritt für die „Modellregion Gesundheit Lausitz“. Ziel ist es, Medizin, Forschung und Technik besser zu vernetzen. Langfristig sollen die Strukturen sogar an europäische Systeme anschließbar sein.

Martin Peuker von der Universität spricht von einem wichtigen Startsignal für eine moderne, datenbasierte Krebsforschung in der Region. Auch Dr. Renate Kirschner-Schwabe vom Krebsregister betont: Die Verbindung von Forschung und Praxis hilft am Ende vor allem den Patientinnen und Patienten.

Mit der Unterschrift unter die Vereinbarung beginnt nun eine neue Phase für die Krebsforschung in der Lausitz.

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