Wie kann die Notfallversorgung in Brandenburg noch schneller und effizienter werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Symposium „Luftrettung im Fokus: Intelligente Vernetzung für starke Versorgung“, das am 11. Juni im Startblock B2 in Cottbus stattfindet. Veranstaltet wird die Fachkonferenz von der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) gemeinsam mit Partnern aus dem Gesundheitswesen.
Im Mittelpunkt steht die Rolle der Luftrettung in einer sich wandelnden Versorgungslandschaft. Gerade in einem Flächenland wie Brandenburg sind Rettungshubschrauber oft ein entscheidender Faktor, wenn es um die schnelle Versorgung schwer verletzter oder erkrankter Menschen geht. Gleichzeitig verändern neue Technologien und Strukturen die Anforderungen an das Rettungssystem. So kommen zunehmend Telenotärzte zum Einsatz, also Notärzte, die Rettungskräfte per Video und Funk unterstützen. Auch Notfallsanitäter übernehmen heute mehr medizinische Aufgaben als noch vor wenigen Jahren.
Fachleute aus Luftrettung, Krankenhäusern, Leitstellen, Rettungsdiensten und Forschung diskutieren deshalb über die künftige Zusammenarbeit aller Beteiligten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Krankenhäuser, Rettungswagen, Leitstellen und Hubschrauber noch besser miteinander vernetzt werden können. Zudem werden die Auswirkungen der Krankenhausreform und internationale Erfahrungen beleuchtet.
Ein weiterer Fokus liegt auf der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Lausitz. Gemeinsam mit polnischen Partnern werden bereits heute Modelle erprobt, die eine Versorgung über Landesgrenzen hinweg erleichtern. Auch der Bevölkerungsschutz spielt eine wichtige Rolle. Erfahrungen aus Naturkatastrophen und Großschadenslagen zeigen, wie wichtig Luftrettungsmittel bei Evakuierungen und der medizinischen Versorgung in schwer erreichbaren Gebieten sind.
Das Symposium versteht sich als Plattform für Austausch, neue Ideen und strategische Konzepte, um die Notfallversorgung in Brandenburg langfristig zu stärken.

