1.500 Kilometer gegen Tabus – warum eine Brustkrebs-Patientin nach Cottbus radelteFoto © MUL-CT/Martin Ender

Mit dem Fahrrad quer durch Deutschland, im Gepäck persönliche Geschichten, Mut machende Botschaften und ein Thema, über das noch immer viel zu selten offen gesprochen wird.

Die Brustkrebs-Aktivistin Antje Proft hat auf ihrer diesjährigen Aufklärungstour „Brustlos nicht Rad(t)los“ Halt an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem in Cottbus gemacht. Ihr Ziel: Frauen Mut machen, über ihre Möglichkeiten zu informieren und zu zeigen, dass es nach einer Brustkrebsdiagnose nicht nur einen richtigen Weg gibt.

Antje Proft lebt seit 2012 mit der Diagnose Brustkrebs. Jahre später traf sie eine Entscheidung, die noch immer viele überrascht. Sie entschied sich bewusst gegen einen Wiederaufbau der Brust. Heute setzt sie sich dafür ein, dass betroffene Frauen selbstbestimmt entscheiden können, welcher Weg für sie persönlich der richtige ist.

Für ihre Aufklärungstour steigt sie regelmäßig aufs Fahrrad und besucht Kliniken, Brustzentren und Reha-Einrichtungen in ganz Deutschland. Die aktuelle Route führt entlang der Spree von München bis nach Berlin.

Dass Cottbus auf ihrer Tour nicht fehlen durfte, hatte einen besonderen Grund. Zwei Frauen aus ihrem Verein hatten ihr zuvor vom Brustzentrum der MUL – CT berichtet. Die Rückmeldung: Hier werde genau die individuelle Betreuung gelebt, die sich viele Patientinnen wünschen.

Auch im Cottbuser Brustzentrum stieß die Aktion auf große Zustimmung. Denn moderne Krebsmedizin bedeutet längst nicht mehr nur Operationen und Therapien. Immer wichtiger wird die Frage, wie Patientinnen mit ihrer Erkrankung leben möchten und welche Entscheidungen sich für sie richtig anfühlen.

Mit ihrer Tour möchte Antje Proft genau dafür sensibilisieren. Für mehr Aufklärung, mehr Sichtbarkeit und vor allem dafür, dass jede Frau ihren eigenen Weg gehen darf.

Wer mehr über die Initiative erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Webseite von Brustlos nicht Rad(t)los.

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