Hitze in Cottbus: Warum ein persönlicher Notfallplan helfen kannFoto © MUL - CT (Martin Ender)

Für Cottbus werden erneut sehr hohe Temperaturen erwartet. Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem rät deshalb, nicht erst zu reagieren, wenn der Kreislauf bereits schlappmacht. Ein persönlicher Hitzeplan kann helfen, Warnzeichen früh zu erkennen und im Ernstfall schnell zu handeln. Für Donnerstag gilt eine amtliche Hitzewarnung.

Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Konzentrationsprobleme oder Muskelkrämpfe können zeigen, dass der Körper überlastet ist. Betroffene sollten körperliche Anstrengung beenden, einen kühlen Ort aufsuchen und trinken, sofern sie wach sind und sicher schlucken können. Bei Verwirrtheit, Krampfanfällen oder Bewusstlosigkeit besteht der Verdacht auf einen lebensbedrohlichen Hitzschlag: Dann sofort die 112 wählen und mit vorsichtiger Kühlung beginnen. Bewusstlosen Menschen darf nichts zu trinken gegeben werden.

Zum Hitzeplan gehören Wasser, ein Medikamentenplan sowie die Nummern von Angehörigen, Hausarztpraxis und Apotheke. Medikamente sollten niemals eigenständig verändert werden. Besonders wichtig ist der Blick auf ältere und alleinlebende Menschen, kleine Kinder, Schwangere und chronisch Erkrankte.

Manchmal beginnt wirksamer Hitzeschutz mit einer einfachen Frage an der Nachbartür: „Geht es dir gut, brauchst du etwas?“ Gerade an heißen Tagen kann Aufmerksamkeit zu echter Hilfe werden.

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