Künstliche Intelligenz entsteht nicht nur in großen Technologiestandorten – auch an der BTU Cottbus-Senftenberg werden Lösungen entwickelt, die bereits heute in Unternehmen zum Einsatz kommen. Nach sieben Jahren Forschung zieht die Universität zum Projekt „Ko-Innovationsplattform Industrieautomatisierung“ (KOI) eine positive Bilanz. Die entwickelten KI-Verfahren helfen dabei, Produktionsprozesse effizienter zu machen, Material und Energie einzusparen sowie Lieferketten deutlich zu verbessern. In einem Unternehmen konnten elf Prozent unnötige Produktionsläufe erkannt werden, in einem anderen verkürzten sich Lieferzeiten von mehreren Monaten auf wenige Wochen. Die Anwendungen reichen von präziser Messtechnik für Metallschmelzen über ressourcenschonende 3D-Druckverfahren bis hin zu Lösungen für Landwirtschaft, Medizintechnik und die vorausschauende Wartung von Maschinen. Gemeinsam mit den Fraunhofer-Instituten sowie mehr als 40 Unternehmen entstanden in 13 Teilprojekten zahlreiche Innovationen, darunter neue Diagnosesysteme und intelligente Tracking-Technologien. Aus dem Netzwerk gingen bereits 17 neue Kooperationen und mehrere Folgeprojekte hervor. Die BTU sieht darin einen wichtigen Beitrag für den Strukturwandel der Lausitz. Die entwickelten KI-Technologien werden nun gemeinsam mit Unternehmen weiterentwickelt, um wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in marktfähige Produkte zu überführen und die Region als Innovationsstandort für Künstliche Intelligenz weiter zu stärken.



