Lost Places Zuchthaus CottbusFoto © Cottbus Daily (PS)

Normalerweise bleiben diese Türen verschlossen. Am Freitag, 6. März 2026, um 13 Uhr öffnet die Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus jedoch Bereiche, die sonst nicht zugänglich sind. Bei einer rund zweistündigen „Lost-Places“-Tour geht es durch verfallene Flure, ehemalige Arbeitshallen, die alte Ambulanz und Arrestzellen.

„Lost Places“ bedeutet wörtlich „verlorene Orte“. Gemeint sind Gebäude, die ihre ursprüngliche Funktion verloren haben und lange leer standen. Oft sind sie unsaniert, Spuren der Vergangenheit sind noch deutlich sichtbar. Genau das macht ihren besonderen Charakter aus.

Die Führung zeigt eindrucksvoll, wie Haftbedingungen und Arbeitsalltag früher aussahen – aber auch, wie der Komplex nach 1989 dem Verfall überlassen war. Laut Gedenkstättenleiterin Heide Schinowsky ermöglichen die Rundgänge einen unmittelbaren Zugang zur historischen Substanz des Ortes.

Die Teilnahme kostet 20 Euro inklusive Ausstellungseintritt. Aufgrund enger Treppen und dunkler Gänge ist die Tour nicht barrierefrei. Die Gruppe ist auf zehn Personen begrenzt, eine Anmeldung bis 5. März ist erforderlich. Weitere Termine sind am 14. August und 23. Oktober 2026 geplant.

Barrierefreiheit