Nach Angriff auf Wohnhaus Demo für Solidarität in CottbusFoto © Cottbus Daily (CJ)

Nach einem nächtlichen Angriff auf das Wohnhaus „WK51“ in Cottbus formiert sich jetzt öffentlicher Protest. In der Nacht zu Montag wurde dort eine Rauchbombe gezündet. Die Initiative Sichere Orte Südbrandenburg geht von einer politisch motivierten Tat aus. In dem Haus leben viele kulturell und gesellschaftlich engagierte Menschen.

Bewohner berichten von dichter Rauchentwicklung mitten in der Nacht und großer Verunsicherung. Der Angriff reiht sich in eine Serie von Vorfällen ein. Bereits zuvor kam es zu Sachbeschädigungen, Bedrohungen und Angriffen auf das Haus sowie auf Projekte im Umfeld. Auch die Opferperspektive Brandenburg verweist auf steigende Zahlen rechter Gewalt in der Region.

Als Reaktion darauf ist nun eine Demonstration geplant. Start ist am 30. April um 19 Uhr am Spreewaldbahnhof, von dort aus soll ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt und für Zusammenhalt gesetzt werden. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die Veranstaltung im Chekov bei „United Underground“ gemeinsam ausklingen zu lassen.

So wird es von den Beteiligten beschrieben: Die Unterstützung aus der Stadt und darüber hinaus sei enorm. Viele Menschen hätten ihre Solidarität gezeigt und den Zusammenhalt gestärkt. Gerade in einer solchen Situation sei es wichtig, sichtbar zu bleiben und gemeinsam Haltung zu zeigen.

Die Initiative ruft dazu auf, sich zu beteiligen und ein klares Signal gegen Hass und Einschüchterung zu setzen. Denn die Botschaft ist eindeutig: Cottbus steht zusammen.

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