Das geplante Weihnachtsangebot des SOS-Kinderdorfs Lausitz fällt aus – und das hat einen ernsten Hintergrund. Die vom Stadtrat beschlossenen Sparmaßnahmen treffen direkt Familien und Kinder in Cottbus. Auch das SOS-Kinderdorf bekommt die Auswirkungen zu spüren: Die geplante Weihnachtshütte auf dem Weihnachtsmarkt, ein Ort der Begegnung und des Miteinanders, kann in diesem Jahr nicht umgesetzt werden.
„Familienbildung ist kein freiwilliger Zusatz“, betont Lena Bange vom SOS-Kinderdorf. Sie sei ein zentraler Teil der sozialen Infrastruktur: niedrigschwellig, unterstützend und verbindend. Wenn diese Strukturen gestrichen oder ausgedünnt werden, bleiben nicht nur Räume leer – es fehlen echte Anlaufstellen für Eltern, Kinder und Gemeinschaft.
Hinzu kommt: Die finanziellen Mittel werden nicht an den tatsächlichen Bedarf angepasst – weder jetzt noch in den kommenden Jahren. Das SOS-Kinderdorf warnt daher: Statt Prävention bleibt nur Schadensbegrenzung.
Die Botschaft ist klar: Wer hier spart, zahlt später doppelt – und das auf dem Rücken der Familien.



