Der Konflikt um offene Rettungsdienst-Rechnungen in Brandenburg spitzt sich zu. Der Landrat des Landkreis Dahme-Spreewald, Sven Herzberger, und Cottbus’ Oberbürgermeister Tobias Schick schlagen Alarm. Sie fordern ein klares Eingreifen der Landesregierung – notfalls mit finanziellen Bürgschaften, also staatlichen Garantien, um Zahlungsrisiken abzufedern.
Hintergrund ist der Streit mit den Krankenkassen über die Abrechnung des Rettungsdienstes. Obwohl die Gebührenkalkulation für 2025 anerkannt ist, warten sowohl der Landkreis als auch die Stadt Cottbus/Chóśebuz weiter auf Millionenbeträge. Die Kassen hätten die Verständigung bestätigt, Zahlungen seien bislang jedoch ausgeblieben. Das bringt die kommunalen Haushalte unter Druck.
Am Mittwoch (18. Februar 2026) hatten die Verwaltungsspitzen der Landkreise und kreisfreien Städte in Potsdam mit dem Kommunalministerium beraten. Die Erwartung war klar: Das Land sollte moderieren und für Verlässlichkeit sorgen. Laut Herzberger und Schick sei das Vertrauen in eine gemeinsame Lösung bereits im Vorfeld erschöpft gewesen. Ob das Treffen zu einer Annäherung geführt hat, blieb zunächst offen.
Brisant ist auch, dass für 2026 fehlen bislang verbindliche Regelungen zur Abrechnung. Mehrere Landkreise und Städte berichten von ähnlichen Problemen. Sollte keine Einigung gelingen, drohen weitere finanzielle Engpässe in den Kommunen.



