Technik, Informatik oder Ingenieurwissenschaften gelten noch immer oft als Männerdomänen. An der BTU Cottbus-Senftenberg hat sich in den vergangenen Jahren allerdings einiges verändert.
Mit dem Programm „FEM*Lights“ und dem Professorinnenprogramm III hat die Universität in den vergangenen sechs Jahren gezielt Frauen in Wissenschaft und Forschung gefördert. Jetzt zieht die BTU Bilanz – und die fällt durchaus bemerkenswert aus.
Besonders sichtbar wird das bei den Professuren. Während 2020 noch rund 21 Prozent der Professuren von Frauen besetzt waren, liegt der Anteil inzwischen bei 31 Prozent. Gleichzeitig wurden zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, die Schülerinnen, Studentinnen und Nachwuchswissenschaftlerinnen für Technik, Naturwissenschaften und Forschung begeistern sollen.
Ein Beispiel dafür sind die sogenannten „Geek Girls“. Insgesamt wurden 32 MINT-Förderstipendien vergeben. Viele der ehemaligen Stipendiatinnen engagieren sich inzwischen selbst an Schulen in der Lausitz und zeigen jungen Frauen, dass Informatik, Technik oder Naturwissenschaften längst keine reinen Männerberufe mehr sind.
Auch die Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen habe deutlich zugenommen. Forscherinnen der BTU arbeiten heute in großen Forschungsverbünden mit, begleiten Transformationsprojekte in der Lausitz und sind zunehmend als Expertinnen in Medien und Öffentlichkeit gefragt.
Für die Universität geht es dabei um mehr als nur Zahlen. Ziel sei es, Chancengerechtigkeit dauerhaft in Forschung, Lehre und Hochschulalltag zu verankern. Vielfalt soll nicht nur ein Leitbild bleiben, sondern gelebter Teil der Universitätskultur sein.
Wie die vergangenen sechs Jahre die BTU verändert haben und welche Projekte besonders erfolgreich waren, steht am 25. Juni bei der Abschlussveranstaltung „FEM*Lights“ auf dem Zentralcampus im Mittelpunkt. Interessierte sind dazu herzlich eingeladen.



