Eine ungewöhnliche Installation aus der Lausitz sorgt derzeit im Berliner Regierungsviertel für Aufmerksamkeit. Mehr als 5.000 Kuscheltiere sind dort Teil der Ausstellung „Tagesordnung Kindheit“, die noch bis zum 26. März in der Landesvertretung Brandenburg beim Bund zu sehen ist.
Die Aktion wurde von Martin Schüler initiiert und soll auf Kinder aufmerksam machen, deren Stimmen in der Gesellschaft oft überhört werden. Jedes Kuscheltier steht symbolisch für ein Kind – und für Themen wie Kinderschutz, Aufmerksamkeit und gesellschaftliche Verantwortung.
Entstanden ist die Installation aus einer Idee, die schnell große Unterstützung fand. Innerhalb weniger Wochen wurden aus ganz Deutschland Hunderte Pakete mit Kuscheltieren, Botschaften und persönlichen Geschichten eingesendet. Viele der Stofftiere begleiteten ihre Besitzer über Jahre oder sogar Jahrzehnte und tragen jeweils eine eigene Geschichte.
Eine wichtige Rolle spielte dabei auch die Lausitz. Zahlreiche Menschen, Vereine und Initiativen aus der Region unterstützten die Aktion. Besonders eng arbeitete Schüler mit dem Verein Kinderschutz Lausitz e.V. zusammen, der auch hinter dem Lausitzer Kinderschutzpreis „Gondula Award“ steht.
Die Ausstellung wurde von Brandenburgs Bildungsminister Steffen Freiberg eröffnet. Schirmherrin ist die Brandenburgische Landesbeauftragte für Kinder und Jugendliche, Katrin Krumrey. Bei der Eröffnung sprach sich Freiberg erneut dafür aus, Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern.
Für den Initiator ist die Aktion vor allem ein Zeichen dafür, dass Engagement aus der Region große Wirkung entfalten kann. „Die Lausitz kann etwas bewegen“, so Schüler. Unterstützt wurde die Veranstaltung zudem vom Lausitzer Moderator Ronny Gersch, während die Band Caswin für die musikalische Begleitung sorgte.
Die Installation soll Besucher dazu anregen, genauer hinzuschauen und sich stärker für die Rechte und den Schutz von Kindern einzusetzen.



