MUL-CT und MHB bilden gemeinsam mehr Ärztinnen und Ärzte ausFoto © MUL_CT/Martin Ender

Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT) in Cottbus und die Medizinische Hochschule Brandenburg (MHB) arbeiten künftig eng zusammen. Beide Hochschulen haben eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Das gemeinsame Ziel ist klar: Mehr Ärztinnen und Ärzte sollen in Brandenburg ausgebildet werden und später auch im Land arbeiten.

Dafür wollen beide Hochschulen ihre Studienangebote besser aufeinander abstimmen. Studierende können künftig Lehrpraxen und Lehrkrankenhäuser beider Einrichtungen nutzen. So sammeln sie mehr praktische Erfahrungen direkt in Brandenburg. Das erhöht die Chancen, dass sie nach ihrem Studium als Ärztinnen und Ärzte in der Region bleiben.

Ein besonderer Schwerpunkt ist die Ausbildung von Hausärztinnen und Hausärzten. Vor allem in vielen ländlichen Regionen Brandenburgs fehlen bereits heute Arztpraxen oder es stehen zu wenige Hausärzte zur Verfügung. Durch die Zusammenarbeit soll die Weiterbildung in diesem Bereich ausgebaut werden. Das soll helfen, die medizinische Versorgung der Menschen langfristig zu sichern.

Auch in der Forschung wollen MUL-CT und MHB künftig gemeinsam arbeiten. Neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft sollen schneller in Krankenhäusern und Arztpraxen genutzt werden. Gleichzeitig sollen neue Ideen für eine moderne und digitale Gesundheitsversorgung in Brandenburg entwickelt werden.

Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem wurde 2024 als erste staatliche Universitätsmedizin Brandenburgs gegründet. Zum Wintersemester 2026/27 beginnen dort die ersten 36 Studierenden ihr Medizinstudium. Die Kooperation mit der MHB ist ein wichtiger Schritt, um die medizinische Ausbildung im Land auszubauen und dem Ärztemangel in Brandenburg dauerhaft entgegenzuwirken.

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